24 mm Pfannkuchen

Im letzten Beitrag hatte ich angekündigt einige Beispiele für das Fotografieren mit dem EF-S 24 mm 1:2,8 Canon Pancake nachzureichen. Das war im Herbst 2016. Nun, 2017 starte ich etwas verspätet mit dem versprochenen Beitrag. Die Bilder entstanden bei einem abendlichen Rundgang mit dem Fotoclub der VHS Hannover Ostkreis. Ich hatte mich für den Abend auf das 24er Objektiv beschränkt und die Aufnahmen vom Stativ aus gestaltet. Die Arbeit mit dem Stativ beruhigt ungemein, so meine Erfahrung, man knipst nicht in der Gegend umher, sondern agiert konzentriert. Aber erst einmal geht es gleich weiter mit der Bildergalerie, gefolgt von einigen Ergänzungen und Hintergrundinfos. Alle Bilder wurden moderat in Lightroom (LR) aus den Raw-Dateien entwickelt.

Klicken macht groß!

Da die Bilder fürs Web optimiert wurden und Details nicht wiedergeben können, zeige ich noch zwei Ausschnitte zu dem Bild „Wehr – Brücke“ zur besseren Beurteilung der Qualität. Die Ausschnitte sind 1200 x 800 Pixel groß. Das Ausgangsfoto hatte 5472x 3648 entsprechend 20 Mp der EOS 70D.

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Nebenbei, mit der Lochkamera im Urlaub

Während einiger Fototouren im Urlaub auf Amrum habe ich meine kleine Lochkamera mitgenommen und immer wieder mal einige Aufnahmen, quasi nebenbei, gemacht. Besprochen hatte ich die Kamera im letzten Blogeintrag. Neben dem Spaß an der Lochkamerafotografie wurde ich durch einen Artikel in der PhotoKlassik II 2016 angespornt ein Miniprojekt  mit meiner kleinsten Lochkamera im Urlaub zu starten. Nebenbei, mit der Lochkamera im Urlaub weiterlesen

Pinhole 28 mm bei Blende 143

Im letzten Beitrag hatte ich angekündigt weitere Bilder der A1-Lochkamera zu zeigen, aber was ist passiert? Ich habe 36 Aufnahmen gemacht aber dabei nicht registriert, dass der Film nicht transportierte. Ja, der Rest ist wohl klar. Das brachte mich auf die Idee erst einmal einige Aufnahmen, ebenfalls mit einer Kleinbildlochkamera fotografiert, zu zeigen. Die Kamera ist ein Umbau einer Minox 35. Hier hatte ich das Objektiv entfernt und die Öffnung mit einem Lochblendenverschluss abgedeckt. So wurde aus einer Minox 35 eine Lochkamera mit 28 mm Bildweite, also ein idealer Bildwinkel hinsichtlich Auflösung und erträglicher Vignettierung. Die Kamera ist schön klein, der Filmtransport läuft problemlos und ein Sucher ist auch vorhanden, praktisch eine immer dabei Lochkamera.

Das Lochkamera "immer dabei Equipment"
Das Lochkamera „immer dabei Equipment“

Mein erster Ausflug mit der Kamera führte mich in das A2-Center Gewerbegebiet. Ich habe hier schon öfters digital fotografiert, fand die Bilder aber immer ziemlich steril und langweilig, trotz der vielen plakativen Strukturen im Gewerbegebiet. Nun gerade diese Strukturen mit großen bunten Schriften, sollten doch der Lochkamerafotografie entgegenkommen. Denn Lochkamerafotos zeigen geringe Auflösungen, und interessante Perspektiven und große Tiefen. Bei den Aufnahmen hatten mir wieder eine Belichtungstabelle, der Belichtungsmesser und das abgebildete Ministativ geholfen. Die Lochblende hat ein Loch von 195 µm, womit sich eine Blende von 143 bei 28 mm Bildweite ergibt. Als Aufnahmematerial kam ein 200 ISO Farbnegativfilm in die Kamera. Die Belichtungszeiten hatte ich mir nicht notiert, sie lagen aber meistens bei größer als 20 Sekunden, was gut an den Lichtspuren und Bewegungsunschärfen deutlich wird. Die Negative habe ich mit einer Auflösung von rund 3000*2000 Pixel eingescannt, moderat in Lightroom bearbeitet und mit einer Bildbreite von 1500 Pixel hier eingestellt. Und wen es interessiert, die Fotos entstanden im Dezember 2013, die Benzinpreise belegen das.  Viel Spass beim Anschauen der kleinen Galerie. Die Fotos können wie immer durch Anklicken vergrößert werden.

Projekt Kleinbild-Lochkamera

Lochkamerafotografie eine spezielle Art der Fotografie, ermöglicht das bildnerische Gestalten durch Projektion des Lichtes nur durch ein Loch, die Lochblende.

„Das geht mit der hier vorgestellten Bastelei“ Canon A1 mit Lochblende

Im Englischen  „Pinhole Photography“ genannt, der „Pin“ ist die Nadel die wir von der Pinwand her kennen und „hole“ steht für das Loch, welches mit dem Pin in die Front der Kamera (oftmals eine Dose) gestochen wird. Hinter der Lochblende befindet sich die Projektionsfläche, auf der der Raum außerhalb der Kamera zweidimensional abgebildet wird. Ein auf diese Projektionsfläche gelegtes Fotopapier und schon ist die Kamera fertig, fehlt nur noch der Verschluss um das Licht zeitlich begrenzt eintreten zu lassen. Projekt Kleinbild-Lochkamera weiterlesen

Lochkamera für Fuji Instax-Wide Sofortbildfilm

Wer sich mit der Lochkamerafotografie beschäftigt sollte schon etwas Geduld mitbringen. Die Belichtungszeiten können sehr lang sein und bis der Film entwickelt ist vergeht weitere Zeit. Nicht immer möchte man aber dem Charme der Entschleunigung erliegen und etwas schneller an die Bildergebnisse gelangen. Da bietet sich der Einsatz von Sofortbildfilmen an, man erhält sofort ein Positiv und muss nicht erst in die Dunkelkammer. Aber der Markt für dieses Filmmaterial wird aufgrund der Digitalisierung allmählich dünn und man muss Ausschau nach Alternativen halten.

der Trennbildfilm wird eingestellt….

Bisher habe ich überwiegend den Fuji Trennbildfilm verwendet. Zwei Minuten nach der Aufnahme hält man ein fertiges Bild in der Hand. Die Lochkameras waren schnell gebaut entweder ersetzte ich die Optik alter Polaroidkameras durch eine Lochblende, oder etwas komfortabler, eine „Lochkamera-Kiste“ wurde an eine Polaroidkassette für Fachkameras adaptiert. Pro Filmpack konnten 10 Aufnahmen verschossen und bald betrachtet werden, ideal zum Beispiel im Urlaub. Bei den Trennbildfilmen werden Negativfilm und das Positivpapier nach der Belichtung durch manuelles Herausziehen aus der Kassette mit Entwicklerpaste benetzt und zusammengefügt. Nach einer Entwicklungszeit von wenigen Minuten werden beide Blätter getrennt und man erhält sein fertiges Foto. Sehr schade ist nun, dass nachdem letztes Jahr die Produktion des hochempfindlichen S/W Film FP 3000c eingestellt wurde, im März das Aus für den Farbfilm FP 100c (ISO 100) verkündet wurde. Ich habe jetzt noch 23 Aufnahmen die ich bei einem geeigneten Fotoprojekt verbrauchen werde. Vielleicht werde ich später darüber berichten.

…eine Alternative: Fuji Instax-Wide Film

Als Sofortbildmaterial bleiben jetzt die Filme von Impossible oder die Instax-Filme von Fuji übrig. Ich habe mich für letzteren im Wide-Format entschieden, da er preiswerter ist und standardisiert geliefert wird. Der Instax-Film hat eine Empfindlichkeit von 800 ISO ist also um 3 Blenden schneller als der FP 100c Trennbildfilm, bei Sonnenschein schon fast zu schnell – 1 sec bei Blende 200 -. Gegenüber den Trennbildfilmen findet bei den Instax-Filmen die Entwicklung im geschlossenen System zwischen zwei Folien statt. Die Rückseite der Bildschicht wird durch die hinter ihr liegende durchsichtigen Folie belichtet. Zur Entwicklung wirft eine Sofortbildkamera das Bild motorisch zwischen zwei Walzen aus. Dabei wird die Entwicklerpaste aus dem Reservoir zwischen die Folien gleichmäßig verteilt. Die Entwicklung der Silberhalogenide beginnt, anschließend diffundieren die Farbstoffe in die Bildoberfläche und erzeugen das Bild innerhalb von 5 Minuten vollständig.

Anmerkung: Alle Versuche belichtete Instax-Filme mit Rollen oder Walzen manuell zu entwickeln sind mir misslungen. Meistens wurde dabei die Entwicklerpaste ungleichmäßig über die Bildfläche verteilt wobei Aufnahmen wie die Folgende entstanden. Schlimmer noch manchmal entwich Entwicklerpaste, eine ziemliche Schmiererei.

Garten, fotografiert auf Instax Wide, Loch 317 µm, Bildweite 74 mm, LW 12, 15 sec. Manuelle Entwicklung mittels Walze
Garten, fotografiert auf Instax Wide, Loch 317 µm, Bildweite 74 mm, LW 12, 15 sec. Manuelle Entwicklung mittels Walze

Letztendlich ist bei der Lochkamerafotografie die Handhabung von Instax-Film gegenüber Trennbildfilm umständlicher, da die einzelnen Filme der Kassette entnommen werden und nach dem Belichten wieder zurück in eine leere Kassette transferiert werden müssen, um sie schließlich in einer Sofortbildkamera entwickeln zu können. Man benötigt also zwingend eine Kamera für Instax Wide Film und da man den Bildwechsel immer im Dunkeln vornehmen muss, noch eine  Dunkelkammer oder einen Wechselsack. Ich verwende eine „Fujifilm Instant Camera instax 210“, sie ist nicht das neueste Modell dafür aber relativ Preiswert. Lochkamera für Fuji Instax-Wide Sofortbildfilm weiterlesen

Mit der Zeiss Ikon Box bei den Eisenbahnern

Liebe Besucher des Fototechnikums,

mit diesem kleinen Projektbericht möchte ich meinen Blog eröffnen. Neben meiner Digitalkamera-Ausrüstung habe ich eine ganze Reihe an älteren Analogkameras zusammen gesammelt. Jede einzelne sollte alsbald ausprobiert werden, doch die Anzahl an Apparaten stieg schneller an, als dass sie erprobt werden konnten.  Nun möchte ich mich etwas disziplinieren und nach und nach einen Apparat auswählen, diesen prüfen, ggf. reparieren und damit einige Fotos machen. Dem Motto entsprechend: „Ein Tag …eine Kamera …ein Film …ein Fotothema.“

Zeiss Ikon Box Tengor 56/2
Zeiss Ikon Box Tengor 56/2 (Verriegelungsknopf fehlt)

Seit ca. 4 Jahren bin ich im Besitz der Zeiss Ikon Tengor 56/2, eine 120er Rollfilm Box-Kamera. Sie wurde in den 1950er Jahren verkauft und war die letzte einer langen Modellreihe von Zeiss Ikon Boxen. Im Vergleich zur Masse der damaligen Boxen hatte sie eine bessere Optik, statt einer einfachen Meniskuslinse wurde hier ein Goerz Frontar-Achromat verbaut. Weiter ermöglichen zwei zusätzlich eingebaute Linsen die Entfernungseinstellungen für den Nahbereich von 1 m bis 2 m und von 2 m  bis 8 m. Die Anfangsöffnung des Objektivs beginnt bei Blende f = 1 : 9 zusätzlich lassen sich f = 1 : 11 und 16 einstellen. Dabei ist Belichtungszeit mit 1/30 sec für Momentaufnahmen festgelegt. Für manuelle Belichtungen gibt es zusätzlich die Zeit-Funktion. Der belichtete Film wird durch eine Doppelbelichtungssperre geschützt. Ein neues Foto lässt sich erst nach dem Filmtransport machen und ein kleiner Hebel sichert den Auslöser gegen versehentliche Betätigung. Das Objektiv mit einer Brennweite von 105 mm ermöglicht Fotos mit einem normalen Bildwinkel von 45°  (vergleichbar mit einem 43 mm Objektiv der Kleinbildfotografie). Die 6×9 Negative von denen 8 auf einen Film passen haben eine effektive Bildfläche 56 x 86 mm. Mit der Zeiss Ikon Box bei den Eisenbahnern weiterlesen