Nebenbei, mit der Lochkamera im Urlaub

Während einiger Fototouren im Urlaub auf Amrum habe ich meine kleine Lochkamera mitgenommen und immer wieder mal einige Aufnahmen, quasi nebenbei, gemacht. Besprochen hatte ich die Kamera im letzten Blogeintrag. Neben dem Spaß an der Lochkamerafotografie wurde ich durch einen Artikel in der PhotoKlassik II 2016 angespornt ein Miniprojekt  mit meiner kleinsten Lochkamera im Urlaub zu starten.

In dem Artikel stellte Ralf Tossenberger sein Projekt “ Analoge Negative ohne Entwicklung – 10 Tage Norddorf auf Amrum“ vor. Er belichtete Fotopapier mit alten Boxkamera über mehrere Stunden an verschiedenen Orten in Norddorf. Die belichteten Papiere wurden nicht entwickelt, sondern zur Bildbearbeitung eingescannt. Seine Fotos sind, da mit einer Linse fotografiert relativ scharf bzw. kontrastreich, wirken aber durch die extrem lange Belichtungszeit in ihrer Anmutung wie historische Fotos. Ein Effekt den auch Lochkamerafotos zeigen. (Einfach Ralf Tossenberger plus Flickr googeln.)

Mit im Gepäck hatte ich meine Canon EOS M3, die zum präzisen Sucher degradiert wurde. Die Bildausschnitte der Lochkamerafotos sollten möglichst präzise sitzen, denn man kommt ja nicht jeden Tag nach Amrum. Und neben den Pinholes entstanden dann zusätzlich noch digitale Referenzaufnahmen, – was für ein Begriff-.  Erst gestaltete ich auf dem Display der M3 das Bild um dann von der gleichen Position aus die Lochkamera auszulösen. Nützlich war mir dabei eine verstellbare Stativschiene auf der beide Kameras befestigt waren.

Endlich, einige Wochen später habe ich die Muße gefunden die Filme zu entwickeln und einzuscannen. Es folgten noch kleinere Bildkorrekturen in Lightroom: Weißabgleich, weil die Farben bei längeren Belichtungszeiten doch gelegentlich kippen, etwas mehr Kontrast und zum Schluss ein wenig Schärfe um Digitalisierungsverluste auszugleichen, fertig. Im Folgenden stelle ich die Bilder in schwarzweiß konvertiert und in Farbe vor. Weil ich mich nicht entscheiden konnte welchen der Vorzug zu geben ist, starte ich einfach mit den schwarzweißen Fotos. Viel Spaß beim Betrachten der beiden Galerien.

Zum Vergrößern und Scrollen bitte auf die Bilder klicken.

Und rückwärts in Farbe…

Das plakative der Farbaufnahmen erleichterte die Umsetzung nach schwarzweiß mit schönen Kontrasten. Alle charakteristischen Informationen der Objekte werden minimalistisch mit der typischen Weichheit von Lochkamerabildern gezeigt. Und dass, ich bin immer wieder fasziniert, bei einer gemessenen Auflösung von lediglich 360 x 240 Linien. Um den analogen Charakter der Bilder zu erhalten hatte ich sie mit einer Auflösung von 900 x 600 Pixel in die Galerien eingestellt.

Über Kommentare, Anregungen oder Fragen würde ich mich freuen.

 

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